Keine Angst vor schrägen Wänden: Tipps wie es in einer Dachgeschosswohnung gemütlich wird

Um Himmels Willen! Bloß keine Dachgeschosswohnung! Da finden weder Möbel Platz, noch bietet sie ausreichend Stauraum. Zudem ist es im Winter oft zu dunkel und im Sommer verbiegen sich die Kerzen unter der sengenden Hitze.

Das sind mitunter die klassischen und auch hartnäckigen Vorurteile gegenüber einer Dachgeschosswohnung. Dabei spricht einiges dafür, sich für eine Wohnung direkt unter dem Dach zu begeistern. Denn eines ist sicher: Eine solche Wohnung hat Charme und bietet mit Abstand den wohl besten Ausblick über die Dächer der Stadt.

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Kleine Möbel – Große Wirkung

Niemand sollte sich vom Vorurteil von zu geringem Stauraum abschrecken lassen. Hier ist lediglich ein gutes Vorstellungsvermögen gefragt. Bevor es an die tatsächliche Einrichtung geht, sollte die Wohnung genau ausgemessen werden. So kann per Skizze geplant werden, welche Flächen nutzbar sind und welche Bereiche mit extremer Dachschräge durch beispielsweise Holzpaneelen entschärft werden sollten, um neue Ausgangspunkte zu schaffen.

Nachdem die Nutzfläche vermessen ist, wir meist schnell klar: Das Aufstellen eines wuchtigen Kleiderschranks fällt aus. Da sich nur die Wenigsten maßgeschneiderte Möbel leisten können, muss man sich ein paar Ideen auf dem Einrichtungsmarkt holen und siehe da, Dachschrägen können wunderbar genutzt werden. Mit etwas handwerklichem Geschick sind auf Kopfhöhe einfach ein paar Leisten anzubringen, an denen Kleiderbügel gehängt werden. Darunter ist ausreichend Stellraum für kleine Kommoden, die zusätzlichen Stauraum bieten. Als Sichtschutz findet ein Vorhang oder auch eine Schiebetür Verwendung.

In Dachgeschosswohnungen sind allgemein kleine bzw. niedrige Möbel gefragt. Vor allem Regale im Würfelsystem erweisen sich als äußerst praktisch und auch flache Sideboards bieten sich perfekt an. Offene Wohnideen lassen sich in einer Dachgeschosswohnung meist herrlich verwirklichen.

Bei der Sitzgelegenheit im Wohnzimmer sollte auf große Modelle besser verzichtet werden. Ein Zweisitzer und zwei kleinere Sessel erdrücken den Raum nicht so sehr, wie eine großzügige Sitzlandschaft.

Unter den Fenstern finden bequem Schreibtisch oder auch Esstisch ihren Platz. Somit genießt man mit jeder Mahlzeit einen atemberaubenden Blick über die Dächer der Stadt und wird am Schreibtisch beim Arbeiten mit ausreichend Tageslicht versorgt.

Helle Farben verwenden!

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Niemals dunkle Farben in einer Dachgeschosswohnung verwenden! Schon gar nicht an den Dachschrägen. Schnell könnte das Gefühl entstehen, in einem Zelt zu wohnen. Große Flächen sollten daher stets in hellen Tönen gestrichen werden. Dennoch sind farbliche Akzente oder gar Wandtattoos eine willkommene Abwechslung, die das Ambiente zusätzlich verschönern. Was für die Wände zutrifft, ist selbstverständlich ebenso auf die Möbel übertragbar. Besser verzichtet man auf dunkle Elemente in Nussbaum oder im Kolonialstil. Helle Töne, verchromte Elemente und Bilder ohne Rahmen wirken leicht und lockern die gesamte Atmosphäre wunderbar auf.

Licht im Winter – Schatten im Sommer

Da in einer Wohnung unter dem Dach oftmals breite Fensterfronten fehlen, die für ausreichend Licht sorgen, muss über die Lichttechnik ein wenig nachgeholfen werden. So lassen sich beispielsweise in den Balken ganze Lichtsysteme integrieren, die für eine dezente Ausleuchtung sorgen können.

Was einem im Winter zu wenig erscheint, kann im Sommer schnell ins Gegenteil umschlagen. Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass sich Wohnräume direkt unter dem Dach rasch aufheizen. Mit einer Kombination aus Insektenschutzgitter und wärmeabsorbierenden Rollos oder Stoffen, lässt sich die eindringende Wärme eindämmen und ein frischer Sommerwind weht durch die luftig, helle Dachwohnung.

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